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Umkehrosmose oder Ultrafiltration Warum die Umkehrosmose meist die Nase vorn hat

Stehst du vor der Wahl zwischen einer Ultrafiltrationsanlage und einer Umkehrosmoseanlage? Die Entscheidung hängt von deinem Anspruch ab: Willst du dein Wasser nur grob von Keimen befreien oder suchst du nach echter Reinheit? Während die Ultrafiltration Trinkwasser lediglich mechanisch siebt, entfernt die Umkehrosmose auch gelöste Stoffe. In diesem Guide klären wir die Ultrafiltration Definition , die Ultrafiltration Funktion und warum wir bei OsmoFresh auf die kompromisslose Qualität der Umkehrosmose setzen.

Ultrafiltration oder Umkehrosmose: Was ist der Unterschied?

Ultrafiltration und Umkehrosmose sind zwei Verfahren zur Wasseraufbereitung, die mit Membranen arbeiten. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich darin, welche Wasserinhaltsstoffe sie zurückhalten und wie die Systeme betrieben werden.

Vereinfacht gesagt: Ultrafiltration eignet sich vor allem zur Abtrennung von Partikeln, Trübstoffen und – abhängig von der eingesetzten Membran – Mikroorganismen. Die Umkehrosmose kann darüber hinaus die Konzentration zahlreicher gelöster Wasserinhaltsstoffe deutlich reduzieren.

Welche Technik besser geeignet ist, hängt deshalb davon ab, was du mit der Wasseraufbereitung erreichen möchtest.

 

Was ist Ultrafiltration?

Bei der Ultrafiltration (UF) wird Wasser durch eine feinporige Membran geleitet. Je nach Membran liegen die Porengrößen typischerweise im Bereich von wenigen Hundertstel Mikrometern.

Die Membran wirkt dabei als physikalische Barriere. Größere Bestandteile des Wassers können zurückgehalten werden, während Wasser und viele kleinere gelöste Stoffe die Membran passieren.

Ultrafiltration kann je nach eingesetzter Membran unter anderem folgende Bestandteile reduzieren beziehungsweise zurückhalten:

  • Schwebstoffe und Partikel
  • Trübstoffe
  • Kolloide
  • Bakterien
  • je nach Membran auch Viren

Gelöste Salze und Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium werden durch klassische Ultrafiltration dagegen in der Regel nicht beziehungsweise nicht wesentlich entfernt.

 

Was ist Umkehrosmose?

Auch die Umkehrosmose arbeitet mit einer Membran. Das Verfahren unterscheidet sich jedoch grundlegend von einer einfachen Siebwirkung.

Bei der Umkehrosmose wird Wasser unter Druck durch eine semipermeable Membran geleitet. Dadurch kann die Konzentration zahlreicher gelöster Wasserinhaltsstoffe im aufbereiteten Wasser deutlich reduziert werden.

Dazu können – abhängig von Membran, Ausgangswasser und Betriebsbedingungen – beispielsweise gehören:

  • Calcium und Magnesium
  • gelöste Salze
  • Nitrat
  • verschiedene Schwermetalle beziehungsweise Metallionen
  • zahlreiche weitere anorganische und organische Wasserinhaltsstoffe

Wie die Trennung technisch funktioniert, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag zur Umkehrosmosemembran.

 

Ultrafiltration vs. Umkehrosmose im direkten Vergleich

Eigenschaft Ultrafiltration (UF) Umkehrosmose (RO)
Membranprinzip Porenbasierte Membranfiltration Semipermeable Membran unter Druck
Partikel und Trübstoffe Sehr gut geeignet Sehr gut geeignet
Bakterien Je nach Membran sehr hohe Rückhaltung Sehr hohe Rückhaltung bei intakter Membran
Viren Abhängig von Membran und System Sehr hohe Rückhaltung bei intakter Membran
Calcium und Magnesium Bleiben weitgehend erhalten Werden deutlich reduziert
Wasserhärte Wird kaum verändert Wird deutlich reduziert
Gelöste Salze Bleiben weitgehend erhalten Werden deutlich reduziert
Nitrat Keine wesentliche Reduktion durch klassische UF Kann deutlich reduziert werden
Konzentrat / Abwasserstrom Je nach System unterschiedlich Konzentratstrom entsteht beim Betrieb

 

Welche Vorteile hat Ultrafiltration?

Ultrafiltration hat durchaus Vorteile und ist für bestimmte Anwendungen eine sinnvolle Technik.

Da gelöste Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium die Membran weitgehend passieren, verändert sich die mineralische Zusammensetzung des Wassers wesentlich weniger als bei einer Umkehrosmoseanlage.

UF-Systeme können außerdem mit vergleichsweise geringem Druck arbeiten. Je nach Bauart und Anwendung können sie deshalb technisch einfacher aufgebaut sein als Umkehrosmoseanlagen.

Ultrafiltration wird sowohl zur Trinkwasseraufbereitung als auch in größeren Wasseraufbereitungsanlagen eingesetzt und kann außerdem als Vorbehandlung vor einer Umkehrosmose dienen.

 

Wo liegen die Grenzen der Ultrafiltration?

Die wesentliche Grenze der Ultrafiltration liegt bei kleinen gelösten Wasserinhaltsstoffen.

Calcium- und Magnesiumionen sowie viele andere gelöste Salze sind wesentlich kleiner als die Strukturen, die eine klassische UF-Membran zurückhält. Deshalb wird beispielsweise die Wasserhärte durch Ultrafiltration kaum verändert.

Wenn dein Ziel also ausdrücklich darin besteht, den Gehalt gelöster Salze oder die Wasserhärte deutlich zu reduzieren, ist eine klassische Ultrafiltration dafür nicht ausgelegt.

 

Wann ist Ultrafiltration sinnvoll?

Ultrafiltration kann sinnvoll sein, wenn du die mineralische Zusammensetzung deines Leitungswassers weitgehend erhalten möchtest und dein Schwerpunkt beispielsweise auf der Reduktion von Partikeln, Trübstoffen oder bestimmten mikrobiologischen Bestandteilen liegt.

Welche Leistung tatsächlich erreicht wird, hängt von der verwendeten Membran und vom gesamten Filtersystem ab. Deshalb sollten konkrete Rückhalteangaben immer für das jeweilige Produkt betrachtet werden.

 

Wann ist Umkehrosmose sinnvoll?

Umkehrosmose ist insbesondere dann interessant, wenn du neben Partikeln auch die Konzentration zahlreicher gelöster Wasserinhaltsstoffe deutlich reduzieren möchtest.

Das gilt beispielsweise, wenn eine deutliche Reduktion der Wasserhärte gewünscht ist oder wenn möglichst viele gelöste Stoffe durch eine zentrale Membranstufe reduziert werden sollen.

Umkehrosmose verändert die Zusammensetzung des Ausgangswassers allerdings wesentlich stärker als Ultrafiltration. Außerdem entsteht beim Verfahren ein Konzentratstrom, und die Systeme benötigen den für die Membran erforderlichen Arbeitsdruck.

 

Ultrafiltration oder Umkehrosmose: Welche Technik ist besser?

Keine der beiden Technologien ist grundsätzlich „besser“. Sie verfolgen unterschiedliche Ziele.

Ultrafiltration ist sinnvoll, wenn vor allem größere Bestandteile zurückgehalten werden sollen und gelöste Mineralstoffe weitgehend im Wasser verbleiben sollen.

Umkehrosmose geht bei der Veränderung der Wasserzusammensetzung deutlich weiter und eignet sich, wenn zusätzlich zahlreiche gelöste Wasserinhaltsstoffe reduziert werden sollen.

Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein anhand des Preises oder der Anzahl der Filterstufen getroffen werden, sondern anhand der gewünschten Wasserqualität und des konkreten Einsatzzwecks.

 

Fazit: Zwei Membranverfahren für unterschiedliche Anforderungen

Ultrafiltration und Umkehrosmose arbeiten beide mit Membranen, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Trennleistung.

UF eignet sich insbesondere zur Rückhaltung größerer Bestandteile wie Partikeln, Kolloiden und – abhängig von der Membran – Mikroorganismen. Viele gelöste Salze und Mineralstoffe passieren die Membran dagegen.

Umkehrosmose kann zusätzlich die Konzentration zahlreicher gelöster Stoffe deutlich reduzieren und verändert damit die Zusammensetzung des Wassers wesentlich stärker.

Welche Technik für deinen Haushalt sinnvoll ist, hängt daher davon ab, welche Bestandteile du reduzieren möchtest und welche Eigenschaften des Ausgangswassers erhalten bleiben sollen.

Wenn du dich für Umkehrosmose entschieden hast, helfen wir dir in unserem Ratgeber dabei, eine passende Osmoseanlage für deine Anforderungen auszuwählen.

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